Hansgeorg Schiemer:

Schiemer: „Sorgsam und behutsam mit weiteren Gewerbe-Ansiedlungen umgehen!“

28.05.2013

Magistratsmitglied Franz Schön (li.) erläutert Hansgeorg Schiemer Planungen und Entwicklungen im neuen Gewerbegebiet Pfungstadt Nord-West (Hintergrund) | (unten) Die Bautafel bei der Einfahrt zum Gewerbegebiet

(Bild unten) Ein "überflüssiges" Tempo-30-Zonen-Schild bei der Zufahrt | Fotos: E.Schiemer

Pfungstadt. Von Magistratsmitglied Franz Schön ließ sich Bürgermeisterkandidat Hansgeorg Schiemer (CDU) über die Planungen und die Entwicklungen im neuen Gewerbegebiet Pfungstadt Nord-West (mit 17,5 ha an gewerblichen Bau- , Mischgebiets- und Gemeinbedarfsflächen, ohne Verkehrsflächen) umfassend informieren. Zum Teil wird die inzwischen erschlossene Gewerbefläche insbesondere von Bau-, Elektrofach- und Lebensmittelmärkten genutzt. Bei dieser Wirtschafts-Tour wurden auch die
„Knackpunkte“, wie zuletzt die geplante und von der Stadtverordnetenversammlung 2012 beschlossene Ansiedlung eines Garten-Center (mit 13.000 qm Flächenbedarf) offen diskutiert.

Schiemer: Gegenüber innerstädtischen Einzelhandel Garantie abgeben

Bürgermeisterkandidat Hansgeorg Schiemer sprach sich in diesem Zusammenhang dafür aus, jetzt bei der Gewerbeansiedlung in den verbliebenen Freiflächen von ca. 75.000 qm „sorgsam und behutsam“ vorzugehen und alles in der kommunalen Wirtschaftsförderung zu unternehmen, damit vor allem bei diesen wertvollen und kostbaren Flächen das produzierende Gewerbe und nicht der Handel den Vorrang bekommt. Schiemer: Hier sollten die Stadtverordneten auch gegenüber dem innerstädtischen Einzelhandel eine Garantie abgeben.“

Irritiert zeigte sich Hansgeorg Schiemer über die bisher etwas „laxe “ Behandlung des Themas „Hochspannungsleitungen“, die nicht nur optisch einer optimalen Flächenverwertung zur Gewerbeansiedlung entgegen stünden. Schiemer: „Hier besteht offensichtlich noch erheblicher Erklärungs- und Handlungsbedarf. Der Magistrat sollte die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der letzten Gespräche mit RWE zur zukünftigen Stromtrassenführung außerhalb des Gewerbegebietes informieren.“

Kritik an der Tempo-30-Zone

Schiemer erneuerte im Übrigen seine Kritik an der Ausschilderung des Gewerbegebietes als Tempo-30-Zone, da diese nicht nur nach den Anforderungen der Straßenverkehrsordnung (§ 45) für ein Gewerbegebiet „unangebracht, wirklichkeitsfremd, schlichtweg überflüssig und daher zu beseitigen ist.“